Ein Sommertanztraum auf der Dult
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Hallo München
Altstadt, 27.07.2011 12:00 |
 Der Bürgertanzkreis des Vereins „Die schöne Münchnerin“ soll zum Tanzen animieren. Premiere auf Mariahilfplatz: Münchner Vereine und Josef Zapf animieren die Besucher zu Polka und Dreher
München Volkstanz und Dult – das passt zusammen wie das Oktoberfest und die Bavaria. Trotzdem hat es so etwas bis jetzt noch nicht gegeben. „Musizieren war bis jetzt auf der Dult nicht erwünscht – super, dass sich das Tourismusamt jetzt so etwas hat einfallen lassen“, freut sich Tanzmeister Josef Zapf. Am Samstag, 30. Juli, beginnt die älteste der Dulten nämlich mit einer Premiere. Unter dem Motto „Auftanzt in der Au“ gibt es ein Sommer(nachts)fest – von 15 bis 22 Uhr wird auf dem Tanzboden am Mariahilfplatz getanzt. „Wie wir auf unseren anderen Volksfestveranstaltungen festgestellt haben, liegt Brauchtum im Trend“, erklärt Tourismus-Chefin Dr. Gabriele Weishäupl. „So fanden die Française-Tanzkurse auf dem Stadtgründungsfest oder die Singstunden mit Münchner Weihnachtsliedern am Christkindlmarkt hervorragenden Anklang bei unseren Besuchern.“ Die Idee des Tourismusamts: Eine Volkstanzveranstaltung, bei der alle Dult-Besucher unter Anleitung von Tanzmeistern mitmachen können. Das passe wunderbar zusammen, findet Weishäupl. „Die Auer Dult ist eine Münchner Traditionsveranstaltung, die wir pflegen wollen – ebenso wie den Volkstanz“. Bei Regen wird im Pfarrsaal von Mariahilf getanzt. Natürlich hofft Weishäupl trotzdem auf eine laue Sommernacht.
Die richtigen Experten, die hat man schon an Bord geholt: Die Vereine „D’Lustinga Isartaler“ und „Die schöne Münchnerin“ zeigen von 18 bis 22 Uhr ihr Können und animieren die Besucher zum Mittanzen. Zuvor rückt Vortänzer Josef Zapf mit seinem Niederbayrischen Musikantenstammtisch an. Zwischen 15 und 18 Uhr gibt er den Besuchern Gelegenheit, das Volkstanzen auszuprobieren. „Entsprechend dem Familiencharakter der Dult werden wir nachmittags besonders einfache Tänze für Kinder tanzen, nicht nur Paartänze, sondern auch Kreistänze.“
Der 47-jährige Haidhauser erlebt täglich, wie die Nachfrage nach Tanzen steigt: „Wir werden jetzt für private Feiern im Glockenbach gebucht, da wollen sie die Münchner Française im Partykeller tanzen, damit es nicht langweilig wird.“ Besonders die jungen Leute suchten den Zugang zur Volksmusik. „Der Begriff Heimat ist nicht mehr vorbelastet.“ Das Wichtigste sei jetzt, dass Gelegenheiten geschaffen werden, um Folklore zu tanzen, erklärt Zapf, der bereits auf dem Kocherlball, der Vorstadthochzeit und der historischen Wiesn als Tanzmeister fungierte. Der Dult-Tanz sei schon mal der schönste Anfang.
Maren Kowitz |
 Die jungen Trachtler des Vereins „D’Lustinga Isartaler“ zeigen ihr Können und machen Lust auf Tanzen. |
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