Prozess am Landgericht Regensburg

Mit Ex-Frau absichtlich gegen Baum gefahren

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Seit Donnerstag steht ein 49-Jähriger vor dem Landgericht Regensburg. Er ist absichtlich gegen einen Baum gerast, um seine Ex-Partnerin zu töten.

Regensburg - Ein 49-Jähriger soll mit voller Absicht gegen einen Baum gefahren sein, um seine Ex-Partnerin auf dem Beifahrersitz umzubringen. Er war bereits wegen eines ähnlichen Falls im Gefängnis gesessen.

Seit Donnerstag steht der Mann wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Regensburg. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die damals 30 Jahre alte Frau an Dreikönig unter einem Vorwand von der Arbeit abgeholt zu haben. Zwischen Siegenburg und Schierling (Landkreis Regensburg), wo das Paar bis zur Trennung wenige Wochen zuvor gelebt hatte, fuhr er ungebremst frontal gegen einen Baum.

Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass sich der Baum bis zum Rücksitz durch den Wagen bohrte. Die Frau wurde lebensgefährlich verletzt und kam per Hubschrauber in eine Klinik. Auch der Angeklagte wurde schwerstverletzt. Noch im Krankenhaus berichtete die Frau, dass ihr Ex-Partner unmittelbar vor dem Unfall angekündigt habe, dass er gegen den Baum rasen werde. Die Anklage geht daher nicht von einem Unfall aus. Das Opfer sollte am Donnerstagnachmittag aussagen.

Pikant: Der Angeklagte hatte bereits wegen eines ähnlichen Vorfalls mehrere Jahre im Gefängnis gesessen. Er wurde im Jahr 2004 im österreichischen Graz wegen vorsätzlicher Tötung seiner Verlobten zu 20 Jahren Haft verurteilt. Abgeschoben in sein Heimatland Ungarn wurde er dort im März 2015 vorzeitig entlassen. Wenige Wochen später zog er nach Deutschland.

dpa

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