Gesunkene Asylbewerber-Zahlen

Bayern hat Erstaufnahme-Plätze für Flüchtlinge massiv gekappt

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Die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt.

München - Angesichts drastisch gesunkener Flüchtlingszahlen hat Bayern die Zahl der Erstaufnahmeplätze in den vergangenen Monaten massiv zurückgefahren. Das könnte sich aber schnell wieder ändern.

 Zu Zeiten der Rekord-Flüchtlingszahlen im vergangenen Herbst und Winter hatte der Freistaat auf mehr als 42.000 Plätze im Bereich der Erstaufnahme zurückgreifen können. Ende Oktober standen nun noch rund 22.000 reguläre Plätze zur Verfügung. Das teilte das Sozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit.

Die Notkapazitäten seien massiv zurückgefahren worden, hieß es. Reguläre Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben dagegen vorerst bestehen. Der Freistaat überprüfe aber stetig seine Aufnahmekapazitäten und die weiteren Planungen, betonte das Ministerium. Angesichts der anhaltenden weltweiten Fluchtbewegungen sei „die Lage im Bereich Asyl sehr unsicher, Prognosen schwierig und nur bedingt belastbar“.

„Die Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen ist ein dynamischer Prozess, der Flexibilität erfordert und im Hinblick auf sich verändernde Zugangszahlen immer wieder angepasst werden muss.“ Deshalb werde der Freistaat auch weiterhin mit Pufferkapazitäten sowie kurzfristig umsetzbaren Notfallplänen arbeiten, hieß es.

Im Jahr 2016 sind bis jetzt rund 150.000 Flüchtlinge in Bayern angekommen - und dann größtenteils in andere Bundesländer weiterverteilt worden. 2015 waren es noch 759.000 Flüchtlinge.

dpa

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