Reptil kam in die Auffangstation

Münchner fangen die Anakonda-Schlange am Siferlinger See

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Das ist sie: Diese Anakonda hielt die die Gemeinde Söchtenau auf Trab.

Söchtenau/München - Die Suche nach einer Schlange am Siferlinger See hat ein Ende: Die Anakonda wurde nach über zwei Wochen gefunden und in eine Auffangstation für Reptilien nach München gebracht.

Der ungebetene Badegast hatte die Gemeinde Söchtenau (Landkreis Rosenheim) zuvor auf Trab gehalten. Mitte August hatte man die Würgeschlange dort zum ersten Mal beobachtet, später erließ die Gemeinde ein Badeverbot. Seitdem wurde regelmäßig nach dem Tier gesucht. Zwei Münchner Schlangenliebhaber hatten am Samstag Erfolg: Laura Bok und ihr Mann fanden das Tier „sonnenbadend“ am Ufer des Sees, wie Bok am Sonntag sagte, fingen es ein und verständigten die Polizei. Das Tier habe sich nicht aggressiv verhalten, so Bok.

Schlange hat jetzt den Namen Ambrosius

In der Auffangstation gab man der Schlange den Namen Ambrosius. Es handle sich vermutlich um ein Männchen, sagte Tierärztin Isabel Grefen von der Station. Für eine sichere Aussage sei das Tier aber noch zu klein. Ambrosius ist schätzungsweise 1,20 bis 1,50 Meter lang. Wie die Schlange, die im tropischen Südamerika beheimatet ist, an den See gekommen war - ob ausgesetzt oder entwischt - war zunächst unklar. Den Herbst hätte sie laut Grefen dort wahrscheinlich nicht überlebt.

Für die nächsten 28 Tage bleibt die Schlange nun erst einmal in der Auffangstation. Falls der Besitzer sie nicht abholt, kann sie nach einiger Zeit weitervermittelt werden. Das Badeverbot am Siferlinger See werde die Gemeinde nun voraussichtlich aufheben, so ein Polizeisprecher.

dpa

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